Travel | Unser Niederlande Mini Trip - Amsterdam, Den Haag, Rockanje

Donnerstag, Dezember 28, 2017

Meine Lieben,
Monate ist unser Urlaub in die Niederlande schon her und jetzt schaffe ich es endlich mal, euch einen Bericht nieder zu schreiben.


Kurze Infos zum "Roadtrip":

Wir wollten gern mit dem Auto nach Amsterdam fahren und dann noch zwei weitere Orte anfahren, als Mini Roadtrip mit Übernachtungen in Air Bnbs und auf dem Zeltplatz . Ich habe mich also im Voraus kundig gemacht, was es so zu sehen gibt und welche Orte sich dafür eignen. Da eine Freundin für 3 Monate in Den Haag gelebt hat und sehr begeistert war, stand das zweite Ziel damit schnell fest. Ich wollte gern den Ort erkunden, der für sie eine zweite Heimat wurde. Als Letztes sollte es noch an einen richtigen Badeort gehen. Dabei hatten  wir uns erst für Domburg entschieden, dann aber schnell nach Recherche herausgefunden, dass es wohl sehr überlaufen wäre. Alternativ haben wir Rockanje entdeckt, womit wir letztlich sehr zufrieden waren.

Wir sind also mit dem Auto (von uns aus kanppe 7 Stunden) zuerst nach Amsterdam gefahren , dann weiter Richtung Den Haag und nach Rockanje, von wo es wieder Richtung Heimat ging.

Parken in den Niederlanden:

Vorab wurde ich schon von vielen Seiten gewarnt, dass es doch recht teuer werden kann, in den Niederlanden zu parken. Mein Freund war selbst schon einmal in Amsterdam und musste ordentlich Geld lassen, weil sie auf einem Parkplatz standen, der Wucherpreise anbot. Mittlerweile gibt es um Amsterdam viele Park&Ride Plätze, die meist an S-Bahnstationen oder Bahnhöfen sind, sodass man sein Auto dort stehen lassen kann und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fährt. Das kostet wohl nur wenige Euro für den ersten Tag und Pro Tag mehr zahlt man einen Euro drauf. 

Wir hatten allerdings das Glück, dass an unserem Campingplatz ein Parkplatz kostenfrei für die Gäste nutzbar war. In Den Haag und Rockanje habe ich bewusst nach AirBnbs gesucht, die einen freien Parkplatz hatten.


Unsere Unterkünfte:

Amsterdam:
Wie oben schon erwähnt, haben wir viel auf Air Bnb gesetzt und sind fündig geworden. In Amsterdam hätten wir allerdings für zwei Nächte mehr als 500€ zahlen müssen, was es uns einfach nicht wert war, dafür, dass wir nur dort schlafen mussten. Mein Freund hat einen Campingplatz vorgeschlagen, da ich aber Zelten einfach nicht mag, habe ich nach einer Alternative gesucht und diese im Zeltplatz Camping Zeeburg gefunden. Denn dort gab es nicht nur die Möglichkeit, zu zelten oder sein Wohnmobil aufzustellen, sondern kleine Hütten, die man buchen konnte. Mit Blick auf den See haben wir für eine Eco Hütte mit Wlan und Strom 110€ für zwei Nächte und zwei Personen bezahlt und ich fand es klasse dort. Sicherlich standen in der Hütte nur zwei Betten, ein Nachttisch, ein Spiegel und zwei Stühle, aber das hat uns gereicht, denn wir waren ja wirklich nur morgens und am späten Abend da. Die Sanitäranlagen waren sehr sauber und gepflegt. Außerdem war der Blick auf den See wirklich wunderschön. Übrigens: Ein Restaurant gab es dort auch, was wir einen Abend in Anspruch genommen haben - wir empfanden es als sehr lecker und auch frisch. Von veganem Essen bis hin zur Fleischküche war vieles vertreten.



Den Haag:

In Den Haag haben wir etwas außerhalb gewohnt, sodass wir die öffentlichen Verkehrsmittel nutzten. Mit dem Bus ware es ca. 15 Minuten zum Strand und in die Innenstadt ca. 25 Minuten. Das war aber ok. Wir haben übrigens in einem Air BnB bei einer älteren Frau gewohnt, in deren Wohnung uns die erste Etage zur freien Verfügung stand.

Rockanje:
In Rockanje haben wir einen echten Glücksgriff getroffen. Wir hatten ein Haus für uns allein in einer wunderbaren Gegend mit schönen kleinen Häuschen und gepflegten Vorgärten. Zum Strand sind wir ca.15 Minuten gelaufen oder eher spaziert. Generell war der Ort nicht sonderlich groß, sodass man auch Einkäufe zu Fuß erledigen konnte.

Unternehmungen:

Wir haben uns dieses Mal nur treiben lassen, so wirklich geplant war nichts. Und das tat gut! Normalerweise plane ich gleich 100 Dinge für Staädtetrips, dieses Mal wollte ich nur Käse kaufen, eine Grachtenfahrt mit machen und eine Windmühle betrachten. 



In Amsterdam sind wir mehr oder weniger die Altstadt bzw. Innenstadt abgelaufen. Ich muss sagen, dass ich durch den Grasgeruch in den Straßen echt Kopfschmerzen bekommen habe , das war nicht so angenehm. Aber gut, da muss man wohl oder übel durch. An jeder Ecke waren süße Leckerein und Kalorienbomben zu finden, wer das nicht mag, sollte vielleicht mal nach einem der vielen Käseläden Ausschau halten. Mir haben allerdings die Sehenswürdigektien gefehlt, klar gibts da auch ein bisschen was zu sehen, aber so richtig ins Auge ist nichts gesprungen. Ansosnten fand ich die Stadt ganz hübsch anzusehen. Manche Ecken waren mir zu dreckig, aber das hat man tatsächlich in vielen Großstädten. Insgesamt gefiel mir Den Haag aber besser als Amsterdam, welches ich zu sehr gehyped finde. In Den Haag hatte man mehr Ruhe und dennoch schöne Häuschen, Gärten und Märkte zu sehen. Ganz besodners gut gefiel mir der Haagse Markt, auf dem wir wunderbare Blumen, Obst und Gemüse sowie Käse  zu unschlagbaren Preisen kaufen konnten. 6 Maracujas für 1€ - ich war hin und weg.

Ansonsten haben wir uns wie schon erwähnt eher treiben lassen und sind so in Den Haag und Amsterdam in den Einkaufsstraßen und kleineren Gassen gelandet. Das Reijksmuseum wollten wir uns eigentlich ansehen, als wir dann aber davor standen, wollten wir lieber noch etwas rumlaufen - uns war dann irgendwie nicht mehr nach Kunst. Mein Freund meinte aber, dass es sich schon lohnen würde, er war dort bereits drin.




Amsterdam würde ich als Attraktion an sich beschreiben, einmal durchlaufen und dann noch eine Grachtenfahrt mitmachen, das ist wirklich toll und lohnt sich meiner Meinung nach. Ach und wenn ihr ins Anne Frank Haus wollt, solltet ihr unbedingt vorher online buchen. Was zu einem Besuch in den Niederlanden auch dazu gehört? Kroketjes - die frittierten Kroketten gefüllt mit allerlei verschiedenen Zutaten. Wir hatten eine Käsefüllung , die unheimlich gut war.




Nachdem die ersten Tage eher das Erkunden der Städte beinhaltete, waren wir in den letzten Tagen in Rockanje, wo wir ein Haus gemietet hatten. Den Badeurlaub konnten wir uns Dank 19 Grad eher schenken, am letzten Tag waren es aber um die 25 Grad, da haben wir einen langen Spaziergang durchs Wasser gemacht, konnten kleine Kinder beim Angeln beobachten und Fische beim Schwimmen zusehen. Da das Wetter aber nicht immer stimmte, hieß es: Alternative Pläne schmieden. Kurzerhand haben wir einen Erlebnisbauernhof entdeckt - das war der Hof De Mekkerstee in Ouddorp, wo man Tiere streicheln, Kaninchen kaufen (ich hätte am liebsten eines mitgenommen), in der Käserei zusehenund sich anschließend mit selbstgemachten Kuchen, Käse oder Ziegeneis beglücken konnte. Dort war es wirklich schön, ich denke vor allem für Familien ist das ein Highlight, denn den Kindenr wird dort viel gezeigt. Anschließend sind wir noch in die Windmühle nach Ouddorp gefahren, die noch immer ihrer Arbeit nachgeht. Ich muss gestehen, dass mir dies nicht so geheuer war, da ich große Höhenangst habe. Aber ich bin hochgegangen und fand es wirklich bezaubernd - vor allem aber interessant, so eine Mühle mal von innen zu sehen. Dort wurde übrigens auch geschnitzt und gewerkelt - die fertigen Schuhe und Modellwindmühlen hätte man anschließend auch kaufen können. 

Windmühle Ouddorp
Im Inneren der Windmühle


Insgesamt war dieser Urlaub einer, wie wir ihn vorher noch nicht erlebt hatten, da wir nichts wirklich geplant hatten und uns einfach mal treiben ließen, um zu entspannen . das muss auch mal sein und so wie es war, war es gut. Abends haben wir zusammen Schach gespielt, gekocht und Krimigeschichten gehört, was immer einen schönen Abschluss des Tages darstellte.

Wart ihr schonmal in den Niederlanden? Wie gefällt es euch dort?
Liebe Grüße
Nadine



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4 Kommentare

  1. Die Bilder sehen wunderschön aus und es klingt nach einem echt tollen Trip :) In die Niederlande will ich schon sehr lange mal, ich war dort höchstens mal als Kleinkind und kann mich dementsprechend nicht mehr daran erinnern...

    Liebe Grüße
    Carry

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  2. Sehr schöne Bilder. Ich lasse mich im Urlaub auch gerne treiben anstatt 1000 Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Ihr habt es genau richtig gemacht. Die Sachen mit den Parkplätzen wäre mir gar nicht so bewusst gewesen. Ein guter Tipp mit den Unterkünften, die dann einen Parkplatz bereitstellen :)

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  3. Zauberhafte Impressionen.
    Ich fand Amsterdam sehr hübsch, aber der penetrante Marijuana Mief hat mich irgendwann nur noch genervt XD Den Haag steht aber auch noch auf meiner Bucket List fürs Reisen.

    Happy New Year!
    XO
    Dahi von Strangeness and Charms

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  4. Deine Eindrücke finde ich richtig klasse! So eine Hütte hätte mir auch vollkommen ausgereicht, denn tagsüber ist man ja wirklich größtenteils unterwegs. :) Danke für den tollen Tipp. Für 2018 wünsche ich dir übrigens ein gesundes und glückliches Jahr. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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